Sonntag, 29. Juni 2014

Regensonntag.... Zeit zum Nähen !

Ich nähe erst seit Kurzem wieder, obwohl meine Begeisterung für die Nähmaschine schon sehr alt ist. Vor 10 - 15 Jahren sind meine ersten Projekte, die ich im Selbstversuch gestartet habe, genauso schnell mit großem Frust irgendwo in die Tonne getreten worden.

Auch ein damals belegter Nähkurs brachte nicht den gewünschten Erfolg. Zwar habe ich einen seltsamen Wickelrock zustande gekriegt, aber das Basis-Wissen konnte mir die damalige Nähleiterin nicht vermitteln. Ich wußte nicht, warum ich wie wo nähte. 

In meiner Elternzeit habe ich mir den Luxus einen Abend-Nähkurses vor einigen Monaten gegönnt. Die Nähleiterin ist suuuuper und supernett, es macht viel Spaß und sie hatte uns - bevor wir mit eigenen Werken loslegen konnten - erstmal an einer Einkaufstasche die Basics an der Nähmaschine und am Stoff vermittelt. Jetzt hat meine Mutter eine schöne Einkaufstasche.

Dank Internet, vieler toller Blogs und Youtube habe ich mich dann mit meinem Wissen an ein paar einfache Dinge gewagt. Vor allem soll das alles in erster Linie meinem kleinen Mäusi zugute kommen. Und das ist daraus geworden:

Ein kleiner Babyball :o)



Genauer gesagt, wurden es dann zwei.


Den ersten habe ich aus vier unterschiedlichen Stoffresten genäht, insgesamt braucht man für einen Babyball 8 Schnittstücke. In die Teile habe ich dann kleine Griffe aus Webbänder und Satinschleifen von Geschenken (ideale Resteverwertung) genäht.

Der zweite gelb-türkise Ball war aus Stoffresten, die von ihrem Baby-Kleidchen aus dem Nähkurs übrig blieben. Dieser hat keine Griffe, aber eine kleine Rassel inside. 

Außerdem gibt es beim ersten Stück meistens kleine Nähproblemchen, die man dann beim zweiten Stück besser machen kann :o)

So habe ich z.B. festgestellt, daß man die einzelnen Stücke nicht zwanghaft von ganz oben nach ganz unten nähen muß, sondern oben und unten auch 0,5 cm Platz im Stoff lassen kann. Sonst hat man irgendwann ein dickes Stoff-Kuddel-Muddel oben und unten. Die Bälle werden nämlich zum Schluß an den beiden Endstücken mit einer durchgängigen Naht geschlossen. Auch kann man die Wendeöffnung schon beim vorletzten Stück ansetzen. Beim Erstversuch hat sich der Stoff immer in die Maschine gefressen... Jedoch sieht man diese kleinen Fehler im Nachhinein gar nicht.

 
Und weils so schön einfach war, haben die Bälle heute Zuwachs bekommen. Weil auch im Freundeskreis dieses Jahr viele Babys kommen.

Ich habe festgestellt, daß die Griffe ideal für Babys kleine Händchen sind und sie den Ball dort super halten kann. Jedoch hab ich bei den Nachfolgemodellen nur in jede zweite Naht welche beigefügt. Sie spielt sehr gerne mit dem rot-blauen Ball, welch eine Freude !

Ich hatte mehrere Bälle in der kleinen S-Größe genäht und einen dann in der M-Größe, um den Unterschied festzustellen. 

Eine alte Jeanshose meines Göga und meine alte Pyama-Hose wurden unter anderem für dieses Projekt geopfert, ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, die Jeans entsprechend zu verwerten. Nur gefällt mir im Nachinein der Flanell nicht mehr in dieser Kombination. Nunja. 

Die Rasselscheiben habe ich nach langem Suchen in Dawanda gefunden. Jedoch kann man das selbst auch schnell und billig machen: einfach ein gelbes Ü-Ei mit Reis oder trockenen Bohnen, Linsen, Erbsen füllen, das klappert auch schön !

Der kleine S-Ball hat einen Umfang von ca. 33 cm (der Schnitt war dabei ca. 17 cm lang), der M-Ball hat im Vergleich einen Umfang von ca. 43 cm mit einer Schnittlänge von 22 cm Länge.

Mir gefallen die kleinen Bälle besser, die sehen viel knuffiger aus. Naja, vielleicht schaff ich es noch rechtzeitig vor Ende der WM noch einen Deutschland-Ball zu nähen.